V-9 Radikale Mobilitätswende einleiten – jetzt!

Das Pariser Klimaabkommen verpflichtet uns, die Treibhausgasemissionen über alle Sektoren hinweg bis 2050 drastisch zu reduzieren. Auch der Verkehrssektor muss dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Bis 2050 muss der motorisierte Verkehr nahezu emissionsfrei sein.

Eine aktuelle Studie im Auftrag der Baden-Württemberg-Stiftung zeigt deutlich, dass nur eine radikale Verkehrsreduktion die Einhaltung der Pariser Klimaziele ermöglicht.

Wir fordern daher von der Landesregierung, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Anzahl der Automobile in Baden-Württemberg bis 2030 um 30 Prozent und bis 2050 um 85 Prozent zu verringern. Der verbleibende Fahrzeugbestand muss 2050 komplett emmissionsfrei sein. Wir streben an, dass die Mobilität 2050 so vernetzt ist, dass wir nur noch 15 Prozent des aktuellen Bestands benötigen.

Um diese Verkehrsreduktion zu erreichen und damit die Klimaziele einzuhalten, darf die Landesregierung auch vor drastischen Maßnahmen und Einschnitten, wie temporären Fahrverboten, hohen Maut- und Parkgebühren, höheren Steuern und Tempolimits nicht zurückschrecken. Sie muss die, in der Studien benannten, Maßnahmen schnellstmöglich umsetzen.

Gleichzeitig fordern wir die Landesregierung auf, gemeinsam mit dem Landkreisen und Kommunen den Öffentlichen Verkehr in Baden-Württemberg massiv auszubauen und Anreize zum Umstieg auf den ÖPNV auf den Weg zu bringen. Der weitere Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, wie beispielsweise durch Radschnellwege und die Förderung von Car- und Bikesharingkonzepten sind ebenfalls notwendig.

Begründung: erfolgt mündlich
Antragsteller*innen: Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg

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