PR-9 Andrea Lindlohr

Liebe Freundinnen und Freunde,
auf einem klaren grünen Kurs und vielleicht zugleich nach Jamaika zu fahren ist ein Wagnis – ob wir und die anderen betroffenen Parteien dieses eingehen werden, weiß ich Ende Oktober 2017 beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht. Aber ich weiß: Auf uns Grüne in Baden-Württemberg kommen neue Aufgaben zu. Und die will ich mit anpacken.

Transparent und bürger*innennah
Ohne Transparenz und Teilhabe entsteht heute kein Vertrauen mehr in politische Entscheidungsträger*innen. Ein*e Politiker*in spricht, die Bürger*innen hören lange zu, und nur die Lautesten stellen im Anschluss eine Frage, oder: Vier Parteivorsitzende ziehen sich wochenlang zurück, und heraus kommt eine Koalition – das funktioniert heute nicht mehr. Darum haben wir im Bundestagswahlkampf die Bürger*innen mit von Tür-zu-Tür-Wahlkampf oder der Cem Session neu angesprochen. Als Landtagsfraktion haben wir uns zu recht entschieden, unsere Bürgerdialoge sehr offen und dort zu machen, wo es nicht so viele Grüne gibt. Und falls Jamaika kommt, muss der nächste Landesvorstand erst recht unsere Bürger*innen-Ansprache neu ausrichten und unsere Bereitschaft, unsere Politik hinterfragen zu lassen, erhöhen. Daran will ich mitarbeiten.

Das gilt auch für die innergrüne Beteiligung: Wir Mandatsträger*innen brauchen Rückkopplung und zugleich neue Ideen von der Basis – auch für Grün-Schwarz im Land. Bei unseren verschiedenen Parteitreffen in Stuttgart bin ich immer gerne und diskutiere, aber uns fehlen dezentrale Foren in unseren Regionen.

Konflikte bearbeiten
Ein Problem löst sich nicht durch Verschweigen auf. Ein Beispiel ist die Weigerung der CDU, vor der Bundestagswahl über die Renten zu diskutieren mit dem Verweis darauf, man werde nach der Wahl eine Kommission einrichten. Das untergräbt Vertrauen in Politik.
Wir Grüne wissen auch nicht zu allem schon eine Lösung. Aber wir sind stärker, wenn wir das Problem benennen und dann angehen. Der Umbruch der Automobilindustrie durch die Elektromobilität, die Digitalisierung und neue, ökologischere Mobilitätskonzepte ist eine große Herausforderung für Deutschland und unsere Region. Und dabei wird es nicht nur Gewinner geben. Den sehr guten Strategiedialog der Landesregierung dazu möchte ich als Wirtschaftspolitikerin zusammen mit euch in die Fläche bringen, etablierte Unternehmen, Start ups und Beschäftigte besuchen und mit den Bürger*innen diskutieren. Das gilt auch für ein weiteres Herzensthema von mir, die soziale Wohnungspolitik.

Vernetzt im ganzen Land
Wir Grüne in Baden-Württemberg sind eine sehr erfolgreiche Regierungspartei, aber leider auch eine kleine. 47 Landtagsabgeordnete und 13 Bundestagsabgeordnete u.m. sind eine Riesenchance, im ganzen Land präsent wie noch nie zu sein und dabei zu wachsen. Neue Mitglieder, neue Gemeinderatslisten und neue Bürgermeisterkandidat*innen gewinnt man nicht von alleine, sondern gezielt. Ich will daran mitarbeiten, dass das ein strategisches Projekt des neuen Landesvorstands wird.

Mit dem einstimmigen Votum der Kolleg*innen meiner großen und vielfältigen Fraktion kandidiere ich erneut für den Parteirat. Ich engagiere mich leidenschaftlich gerne in unseren schönen Partei, überlege, streite und suche Lösungen. Ich möchte gerne weiterhin Vernetzerin der Landtagsfraktion mit der Partei und darüber hinaus sein. Über euer erneuertes Vertrauen und eure Stimme würde ich mich sehr freuen!

Mit grünen Grüßen,
Andrea Lindlohr

Biografie

  • Seit 2011 Landtagsabgeordnete im Wahlkreis Esslingen. Stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Vorsitzende des Arbeitskreis Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, wirtschaftspolitische Sprecherin.
  • Seit 2003 Mitglied im Parteirat.
  • Seit 2009 im Kreisvorstand Esslingen, zuvor in Stuttgart und Tübingen.
  • Seit 1998 bei Grüns ehrenamtlich engagiert als Kreisvorständin, Kandidatin, LAG WiSo u.m.
  • 42 Jahre, verheiratet, ein Sohn.
  • Im Rheinland aufgewachsen, in Tübingen studiert.
  • Freue mich am Familienleben mit unserem kleinen Mäuserich
  • Freundin guten Kinos, feiner Genüsse und der Ostsee.

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