PR-17 Anja Reinalter

Liebe Freundinnen und Freunde,

der Spirit – Zukunft wird aus Mut gemacht – ist lebendig und ich spüre, dass viele Menschen nach diesem engagierten Wahlkampf ganz konkrete Erwartungen an die Grüne Politik haben. Diese Stimmung motiviert mich zu einer Bewerbung für den Landesparteirat.

Meine Kernthemen sind:
Frauen _Familie _Bildung_Kommunalpolitik_Strukturen im ländlichen Raum.

In meiner oberschwäbischen Heimat, dem tiefschwarzen Landkreis Biberach, war ich die einzige Frau, die für den Bundestag kandidiert hat. Die Männer mussten immer ordentlich rudern, wenn Fragen aufkamen wie: „Natürlich ist die schwarze Null wichtig! Aber ist sie wichtiger als die Bekämpfung von Kinderarmut?“ – oder – „Weshalb stehen wir gesellschaftlich an einem Punkt, an dem wir glasklar sehen, dass Armut in Deutschland „weiblich“ ist?“ – oder – „Warum kam es soweit, dass ein echter Notstand in den typischen Frauenberufen wie z.B. in der Pflege aufgetreten ist?“

Als Frau – Tochter, Schwester und Mutter von drei Kindern – sehe ich meinen Auftrag darin, mich für eine gerechte Zukunft in unserer Gesellschaft einzusetzen. Zudem habe ich, als Helene- Weber- Preisträgerin für kommunalpolitische Arbeit, die Verantwortung übernommen, für eine Politik einzutreten, die sozial, familienfreundlich und geschlechtergerecht ist. Wenn es um Chancengleichheit geht, müssen allerdings einige politische Stellschrauben gedreht werden. Eine Antwort auf die obigen Fragen ist: Wir brauchen mehr Frauen in den Parlamenten. Und nicht nur im aktuellen Bundestag, sondern insbesondere auch im ländlichen Raum ist der Frauenanteil in den Gremien immer noch viel zu klein. Als Stadt- und Kreisrätin kenne ich die Aufgaben die diesbezüglich vor uns liegen. Diese Sichtweisen würde ich gerne einbringen und mich dafür einsetzen, dass die Reform des Landtagswahlrechts gelingt.

Ein weiterer, persönlicher Schwerpunkt, und ein Thema, das mir im Wahlkampf immer und immer wieder begegnete, obwohl es nicht originär im Bundestagswahlkampf anzusiedeln ist, aber sicher Raum im Parteirat findet – ist Bildungspolitik.

In vielen Gesprächen mit den Menschen war eine gewisse Unruhe, manchmal fast eine Verzweiflung über die Entwicklung unserer Bildungsqualität spürbar. Der Frust, die Fragen, die Sorge von Eltern und auch von Lehrer*innen haben mich wirklich nicht kalt gelassen, denn als Mutter und Pädagogin kann ich die Fragen und Nöte gut nachvollziehen und bin mit den Antworten die wir geben können, leider nicht immer zufrieden. Die Grenzen und den Raum politischer Möglichkeiten zu erkennen, ist ein lehrreicher Prozess. Hier müssen wir uns vor allem nach der letzten IQB-Studie wirklich ernsthafte Gedanken machen.

Ich weiß, dass Bildungspolitik ein sehr sensibles Instrument ist und dass eine gute Bildungspolitik das A und O für Familien ist. Wir können es uns nicht erlauben, dass wir von unserer jahrzehntelangen guten Position abrutschen. Unabhängig von politischen Verantwortungen geht es hier direkt um unsere Kinder und deren Zukunftschancen!

Wir müssen eine genaue und ehrliche Diagnose stellen und zielsichere Lösungsansätze finden. Dazu brauchen wir eine zukunftsweisende, klare Orientierung an unseren Bildungszielen und den Mut uns nicht von Widerständen verführen zu lassen.

Sehr gerne würde ich meine Erfahrungen und Kompetenzen im Parteirat einbringen und als Kommunalpolitikerinnen aus dem ländlichen Raum die Basis vertreten. Dazu bitte ich um Eure Unterstützung und freue mich über Euer Vertrauen.

Biografie

  • Verheiratet, 1 Sohn (21 Jahre), 1 Tochter (18 Jahre), 1 Tochter (14 Jahre)
  • 1989-1996 Studium der Rechtswissenschaften
  • 1996-2000 Studium der Erziehungswissenschaften
  • 2017 Promotion – Philosophische Fakultät / Uni Frankfurt am Main
  • 2002-2015 – Bildungsreferentin
  • seit 2015 Lehrkraft an der Fachschule für Sozialpädagogik
  • seit 2008 Lehrbeauftragte für SA an der Hochschule RV / Weingarten
  • Beauftragte für Chancengleichheit
  • Seit 2009 Stadträtin / Seit 2013 Fraktionssprecherin / Seit 2014 Kreisrätin
  • Seit 2007 Mitglied im „Aktionsbündnis Familie“
  • Mitarbeit „Akademietage“ Landkreis Biberach
  • Helene Weber Preisträgerin 2009

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