BF-3 Franziska Sander

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich bewerbe mich als Delegierte für den Bundesfrauenrat.

Because it´s 2017 – es gibt noch viel zu tun!

„I can´t believe I still have to protest this shit“ – dieser auf Demonstrationen beliebte Spruch fällt mir in letzter Zeit besonders oft ein. Denn wir schreiben das Jahr 2017 – und der neu gewählte Bundestag hat einen so niedrigen Frauenanteil wie zuletzt vor 19 Jahren. Wir sind mit einem gesellschaftlichen Rechtsruck konfrontiert, der sich als zentrales Element unter anderem den Antifeminismus und den Kampf gegen die Gleichstellung aller Geschlechter auf die Fahnen schreibt. Noch immer bekommen Frauen im Durchschnitt weniger Gehalt und sind öfter von Altersarmut betroffen als Männer, verrichten dafür aber mehr unbezahlte Care-Arbeit. Und auch aktuelle Kampagnen wie #metoo zeigen, wie tief verankert Sexismus ist und sexualisierte Gewalt sind. All das macht den Kampf für mehr Feminismus auf allen Ebenen noch immer nötig.

Die Hälfte der Redezeiten den Frauen!

Wir Grünen müssen dabei treibende Kraft sein – das bedeutet auch, eigene Strukturen und Arbeitsweisen immer wieder kritisch zu analysieren und zu hinterfragen. Wie besetzen wir Podien? Warum bewerben sich oft noch immer mehr Männer als Frauen auf Ämter und Positionen? Und wie können wir das ändern? Als feministische Partei müssen wir uns damit auseinandersetzen.

Als Frauen – und genderpolitische Sprecherin der GJBW und durch die Zusammenarbeit mit Frauen aus verschiedenen junggrünen Organisationen europaweit auf FYEG Ebene (Federation of Young European Greens) habe ich mich mit diesen Fragen bereits intensiv beschäftigt.

 

Wie Smarties – für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung!

Der Kampf um das Recht auf körperliche Selbstbestimmung liegt mir besonders am Herzen – nachdem nach jahrelanger Diskussion die „Pille danach“ auch in Deutschland endlich rezeptfrei erhältlich wurde, verzeichnen wir in anderen Bereichen eher Rückschritte: Religiöse Fundamentalist*innen betreiben massiv Propaganda gegen Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, sowie gegen Schwangere, die ihre Schwangerschaft beenden wollen. Fälle wie die Klage gegen die Gießener Ärztin Christina Hänel zeigen, dass wir hier endlich eine Gesetzgebung brauchen, die auf Aufklärung, Mündigkeit und Selbstbestimmung statt auf Bevormundung setzt.

Als grüne Partei ist der Feminismus, die Forderung nach Geschlechtergerechtigeit eines unserer zentralen Themen. Der Bundesfrauenrat koordiniert die frauenpolitische Arbeit der verschiedenen Ebenen und Gremien – hier möchte ich mich gerne einbringen und Akzente setzen, daher bitte ich um eure Stimme.

 

Biografie

  • Ich bin in Stuttgart geboren und aufgewachsen. Nach einem Freiwilligendienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste habe ich eine Ausbildung zur Rettungsassistentin absolviert und einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet.
  • Seit 2015 bin ich Mitglied der Grünen Jugend und der Grünen, seit diesem Jahr Beisitzerin und Frauen- und genderpolitische Sprecherin im Landesvorstand der Grünen Jugend Baden-Württemberg. Ich studiere in Tübingen Medizin und mag Katzen, Fahrräder und veganes Sushi. Twitter: @Frl_Franz / Instagram: @ehersomittel

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