PR-15 Gabi Frenzer-Wolf

Liebe Freundinnen und Freunde,

vor etwa einem Jahr habt ihr mich in den Parteirat nach gewählt. Vielen Dank dafür! Bei der Landesdelegiertenkonferenz am 9./10. Dezember in Heidenheim bewerbe ich mich jetzt um eine volle Amtszeit im Parteirat.

Das vergangene Jahr war stark geprägt von der Bundestagswahl und wir haben viele Wählende von uns überzeugen können. Grün ist nicht nur Opposition, sondern regiert in unterschiedlichen Konstellationen. Vielleicht auch bald in der Bundesregierung. Es ist gut, dass wir Verantwortung übernehmen und grüne Politik dort umsetzen, wo der Preis stimmt. Aber das macht es eben auch nicht leichter, klares grünes Profil zu zeigen.

Es muss uns zu denken geben, wenn wir als Ein-Themen-Partei wahrgenommen werden und selbst etliche Grün-Wählende gar nicht wissen, für was Grün neben Umwelt noch steht. Ich bin überzeugt, dass es uns gelingen kann, unser Profil als Partei zu schärfen und besser wahrnehmbar zu machen. Zu zeigen, dass wir nicht nur für Umwelt stehen, sondern auch für Weltoffenheit, für Gleichstellung und für soziale Gerechtigkeit.

Ich will mich dafür einsetzen, dass die Menschen, die Arbeit suchen, arbeiten oder im Ruhestand sind, bei uns überzeugende Antworten finden und nicht denen auf den Leim gehen, die ihnen das Heil in Nationalismus, Abschottung und Ausgrenzung versprechen. Der Klimawandel, die Energiewende und die digitale Transformation stellen uns vor große Herausforderungen, die wir so gestalten müssen, dass eine Spaltung unserer Gesellschaft nicht weiter vorangetrieben wird. Wir sind die progressive Kraft, die nicht nur das Wohl einiger im Blick hat, sondern auf das Ganze schaut. Grün macht den Unterschied.

Ich will mich auch weiter mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Frauen einen gerechten Anteil an der politischen Gestaltung haben – gleich ob im Bundestag, Landtag oder in den kommunalen Parlamenten. Überall ist der Frauenanteil auf einem erbärmlichen Niveau und ohne das grüne Frauenstatut sähe es ganz finster aus.  Jetzt muss es uns endlich gelingen, das Landtagswahlrecht auf die Höhe der Zeit zu bringen. Mit Blick auf die Kommunalwahlen unterstütze und begleite ich gerne Bündnisse wie BORA und FRIDA, die Frauen ermutigen sich kommunalpolitisch zu engagieren.

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen, weiß ein chinesisches Sprichwort. Keine Frage, dass ich lieber Windmühlen baue. Zukunft wird aus Mut gemacht!

Biografie

  • Verheiratet, zwei erwachsene Töchter
  • Volljuristin und seit seit 2013 stellvertretende Landesvorsitzende des DGB Baden-Württemberg
  • Grün-politisch engagiert früher im Kreistag Böblingen, als Sprecherin des OV Leonberg, in der im Bundesfrauenrat und aktuell in der LAG FrauenPolitik
  • Funktionen: Altern. Vorsitzende der Bundesvertreterversammlung der DRV Bund und der DRV Ba-Wü, Rundfunkrätin SWR, Vorsitzende des DGB-Bildungswerk Ba-Wü e.V., altern. Vorsitzende der Mitgliederversammlung/des Vorstands Konflikthotline Baden-Württemberg e.V.
  • Mitgliedschaften: ver.di, Frauenzentrum Leonberg e.V., GAR, Mach meinen Kumpel nicht an!, Hans-Böckler-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung

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