GLV-1 Sandra Detzer

Liebe Freund*innen,

egal ob auf dem Marktplatz in Lörrach, im Gespräch mit Jugendlichen in Villingen oder beim Haustürwahlkampf in Esslingen – überall, wo ich im Wahlkampf war, war die Stimmung so viel besser als die Umfragen. Überall dort war zu spüren, was mir wichtig ist: Grün kann begeistern, Grün kann Zukunft, Grün füllt das Optimismus-Vakuum. Diese Gewissheit darf uns stolz machen, denn sie ist nicht selbstverständlich. Der Riss zwischen Modernisierungsfreunden und Modernisierungsskeptikern ist nach der Wahl unverkennbar. Vor etwa einem Jahr habe ich in meiner Bewerbungsrede gesagt: Es geht um die Deutungshoheit, wie wir unsere Welt betrachten. Blicken wir hoffnungsvoll mit Gestaltungswillen in die Zukunft? Oder dominiert die Schwarzmalerei? Bei der Bundestagswahl haben wir ein Stückchen Boden gutgemacht beim Kampf um die Deutungshoheit. Wir haben für einen weltoffenen, liberalen und menschenfreundlichen Kurs geworben. Und wir waren damit erfolgreich. Wir haben unser Wahlziel in Baden-Württemberg erreicht und besonders durch einen starken Endspurt zusammen mit dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann den versprochenen Rückenwind für das Bundesergebnis geliefert.

 

Dieser Endspurt des Bundestagswahlkampfs hat auch bewiesen: Gemeinsam sind wir stark. Mit klarem grünen, anschlussfähigen Profil und hervorragenden Spitzenleuten. Das gilt auch für die Landespolitik. Darum haben wir beim Polizeigesetz für eine deutliche grüne Handschrift gekämpft, die die Balance von Sicherheit und Freiheit wahrt. Für die inhaltliche Anerkennung des Urteils zur Luftreinhaltung, damit der Gesundheitsschutz der Bevölkerung nicht auf die lange Bank geschoben wird. Und dafür, dass wir endlich konkret die lang ersehnte Reform des Wahlrechts auf den Weg bringen, die wir so dringend für mehr Frauen im Landtag brauchen. All dies sind Positionen, von denen ich weiß, dass sie vielen von Euch sehr wichtig sind. Von denen die Wähler*innen wissen: Das ist Grün. Das macht uns unterscheidbar und gibt uns Kraft im Wettbewerb mit den anderen Parteien. Ich meine damit eingelöst zu haben, was ich euch vor einem Jahr versprochen habe: der Partei im Alltag eine Stimme zu geben. Nicht aus Selbstzweck, nicht aus Eitelkeit. Sondern weil ich von ganzem Herzen glaube, dass gute Politik diese Unterscheidbarkeit und Alternativen braucht. Nur wer weiß, wo er selbst steht, kann anderen Orientierung geben.

 

Geschlossenheit ist nicht Stillstand. Unsere Positionen müssen wir gemeinsam beständig weiterentwickeln – ein nicht immer vergnügungssteuerpflichtiges Unterfangen. Nur so bleiben wir Konzeptpartei, die über 70 Prozent unserer Wähler*innen für ihre Programmatik wählen. Ich will dazu in den kommenden zwei Jahren ein besonderes Augenmerk auf junge Menschen legen – in Städten wie im Ländlichen Raum. In U-18 Befragungen schneiden wir stark ab, die bis 24-Jährigen stellen unsere größte Wähler*innengruppe. Ich will dieses Potential noch stärker nutzen und unseren politischen Nachwuchs fördern. Gerade junge Leute sind oft auch Treiber in der Start-up Szene, die wir dringend brauchen beim ökologischen und sozialen Umbau unserer Wirtschaft. Diese Bande zu jungen Unternehmer*innen, Social Entrepreneurs, Crowdfunder*innen und anderen Gestalter*innen des Wandels will ich weiter stärken, um bei unserem Ziel einer grünen, wettbewerbsfähigen und dezentralen Wirtschaft vorwärtszukommen. Dafür bitte ich Euch um Euer Vertrauen und Eure Stimme.

Biografie

  • Geboren bin ich am 21.04.1980 in München.
  • Ich wohne mit meinem Mann in Heidelberg, wo ich auch Stadträtin bin.
  • Studiert habe ich Politik und VWL in München, Thema meiner Promotion an der Uni Heidelberg waren Finanzbeziehungen in föderalen Staaten.
  • Beruflich gestartet bin ich beim Ausschuss der Regionen in Brüssel, dann war ich Haushaltsreferentin in der grünen Bundestagsfraktion und von 2011-2016 Beraterin für Finanzen und Wirtschaft der grünen Landtagsfraktion.
  • Seit November 2016 bin ich grüne Landesvorsitzende in Baden-Württemberg

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